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Operative Korrektur der Fehlsichtigkeit

Bereits seit rund einem Jahrhundert forscht die Augenmedizin an operativen Eingriffen zur Behebung von Fehlsichtigkeiten. Die meisten im Verlauf der Jahrzehnte entwickelten Methoden erwiesen sich jedoch als komplikationsanfällig und erzielten nur unbefriedigende Ergebnisse. Erst mit der Entwicklung neuer Lasergeräte und der Perfektionierung künstlicher Implantate erzielte man den erhofften Quantensprung.

Im operativen Bereich kommen heute drei verschiedene Techniken zur Korrektur einer Fehlsichtigkeit zum Einsatz:

Die Implantation von Kunststofflinsen ergänzend zur natürlichen Linse (ICL)

Sogenannte Phake Intraokularlinsen werden zur Korrektur aller Fehlsichtigkeiten verwendet, inklusive Weit-, Kurz-, Altersfehlsichtigkeit und Hornhautverkrümmung. Die Linse wird speziell für Ihr Auge angefertigt und durch einen kleinen Schnitt in Ihr Auge eingesetzt. Sie kann jederzeit wieder entfernt werden. Ein Nachteil der Implantation: Da es sich um einen Eingriff im Augeninneren handelt, besteht das Risiko chirurgischer Komplikationen. Dazu zählt auch das etwas frühere Auftreten eines grauen Stars.

Laserbehandlungen

Die Vorteile einer SmartSight Behandlung

Bei der SmartSight-Augenlaserbehandlung wird ein kleines Linsensegment (Lentikel) in der Hornhaut mithilfe des hochmodernen Femtosekundenlasers präzise erstellt und anschließend durch eine nur etwa zwei Millimeter kleine Öffnung am Rand der Hornhaut entfernt. Dadurch wird die Form der Hornhaut dauerhaft korrigiert und die Sehschärfe verbessert. Das Verfahren ist minimalinvasiv, besonders gewebeschonend und kommt ohne das Erstellen eines Hornhaut-Flaps aus, wodurch die Stabilität der Hornhaut weitgehend erhalten bleibt und das Risiko für trockene Augen reduziert wird.

Dank der innovativen SmartSight-Technologie profitieren Patienten von einer präzisen, komfortablen und sicheren Behandlung. Der Eingriff erfolgt ambulant, dauert nur wenige Minuten pro Auge und wird unter lokaler Betäubung mit Augentropfen durchgeführt. Bereits kurz nach der Behandlung verbessert sich die Sehschärfe in der Regel deutlich, sodass klares Sehen ohne Brille oder Kontaktlinsen schnell wieder möglich ist.

Die Vorteile der Femto-LASIK Methode

Ein besonderes Highlight der Femto-LASIK ist die maßgeschneiderte Behandlung, die individuell auf die Krümmung und Dicke der Hornhaut abgestimmt wird. Der Eingriff erfolgt mit dem Excimer-Laser, der für präzise, sichere und zuverlässige Ergebnisse steht. Bei der Femto-LASIK wird die Hornhautlamelle – der sogenannte Flap – mithilfe eines Femtosekundenlasers äußerst präzise und gewebeschonend präpariert. Im Vergleich zu mechanischen LASIK-Verfahren erfolgt dieser Schritt kontrollierter und besonders schonend für das Gewebe. Der Durchmesser des Flaps wird dabei individuell an die Pupillengröße angepasst. Die Behandlung ist sanft und schmerzarm, auch bei höherer Fehlsichtigkeit, und ermöglicht vielen Patienten bereits wenige Stunden nach dem Eingriff eine deutliche Verbesserung der Sehschärfe.

Oberflächenbehandlung (PRK Technik)

Die PRK (Photorefraktive Keratektomie) sowie ihre Weiterentwicklungen LASEK-PRK und Trans-PRK (Transepitheliale Photorefraktive Keratektomie) gehören zu den bewährten Methoden der refraktiven Augenlaserchirurgie. Bei diesen Verfahren wird die oberste Zellschicht der Hornhaut (Epithel) entfernt, sodass der Excimerlaser die darunterliegende Hornhaut präzise modellieren und die Fehlsichtigkeit korrigieren kann.

Bei der LASEK-PRK wird das Epithel (die oberste Zellschicht der Hornhaut) vor dem Eingriff mit einer speziellen Alkohollösung gelöst und anschließend entfernt. Die modernere Trans-PRK erfolgt dagegen vollständig laserbasiert: Der Laser entfernt zunächst schonend die oberste Hornhautschicht und führt anschließend direkt die Sehkorrektur durch. Dadurch gilt das Verfahren als besonders präzise und gewebeschonend.

Diese Methoden eignen sich besonders für Patienten mit dünnerer Hornhaut, bei denen andere Verfahren wie die Femto-LASIK nicht infrage kommen. Sie werden vor allem zur Behandlung von Kurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmung eingesetzt, während sie zur Korrektur von Weitsichtigkeit in der Regel weniger geeignet sind.

Implantation von intraokulären Kontaktlinsen (ICPL) oder Clear Lens Extraction (CLE)

Sollte es nicht möglich sein, einen Lasereingriff der Hornhaut durchzuführen, z.B. wegen einer hohen Kurz- oder Weitsichtigkeit, besteht die Möglichkeit eine spezielle Kontaktlinse operativ zwischen bestehender Linse und Regenbogenhaut zu implantieren. Alternativ dazu kann auch die natürliche Linse entfernt werden und durch eine Kunstlinse ersetzt werden. Beide Methoden haben auch die Möglichkeit eine Hornhautverkrümmung oder eine Altersfehlsichtigkeit zu korrigieren.

Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird mit gerne mit ihnen die zur Wahl stehenden Behandlungsmethoden besprechen, die richtige Methode bestimmen und sie umfassend über den Eingriff aufklären.

Medizinischer Behandlungs­schwerpunkt

Ob angeboren oder altersbedingt, aufgrund einer Krankheit oder nach einem Unfall: Wir helfen Ihnen bei Augenbeschwerden jeglicher Art – schnell, kompetent und mit neusten Technologien.

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